40 Jahre iki

40-Jahresfeier des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle GmbH

Gäste der 40-Jahresfeier bei einer Führung durch die Leica Erlebniswelt im Leitz Park Wetzlar

Anlässlich seines 40-jährigen Bestehens hat das Institut für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle zu einer Jubiläumsfeier in das Leitz Hotel Wetzlar eingeladen. Das ursprünglich in Lich ansässige Institut betreut heute mit 26 Mitarbeitern von Gießen aus zahlreiche Krankenhäuser und weitere medizinische Einrichtungen in Hessen und den angrenzenden Bundesländern. Darüber hinaus bietet es ein breites Untersuchungsspektrum hygienisch-mikrobiologischer Untersuchungen, beispielsweise das Trink-und Badewasser betreffend, an. Es hat sich als unabhängiges Prüflabor auch für hygienisch-technische Fragestellungen und Untersuchungen zur Aufklärung von Infektionsausbrüchen einen überregionalen Ruf erarbeitet.

Prof. Dr. Burkhard Wille, Gründer des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektionskontrolle

Nach den Grußworten des Geschäftsführers, PD Dr. Frank-Albert Pitten und des Gründers des Instituts, Prof. Dr. Burkhard Wille wurden die Gäste von Bürgermeister Peter Neidel und Staatsminister Kai Klose aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) begrüßt. Sozialminister Klose betonte: „Die Verbesserung und Weiterentwicklung der Hygiene und Patientensicherheit ist ein zentrales Ziel der Hessischen Landesregierung. Ich bin sicher, dass die in der neuen Hessischen Hygieneverordnung getroffenen Regelungen den hohen Hygienestandard der hessischen medizinischen Einrichtungen weiterhin garantieren und sogar noch ausweiten werden.“ Als besonderes Anliegen bezeichnete Klose die Bekämpfung multiresistenter Erreger: „Der öffentliche Gesundheitsdienst ist dabei ein wichtiger Akteur und nimmt eine Schlüsselrolle bei der infektionshygienischen Überwachung ein.“

Kai Klose, Staatsminister Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

In einer anschließenden Festansprache erläuterte Professor Dr. Martin Exner (Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universität Bonn) vor den 150 geladenen Gästen die Bedeutung der Krankenhaushygiene vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen der Krankenhäuser.

Professor Dr. Martin Exner, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universität Bonn

Geschäftsführer der iki Gmbh PD Dr. Pitten, Prof. Dr. Exner und Prokuristin Susanne Prange-Schmidt

Nach musikalischer Untermalung durch das Dialogquartett aus Frankfurt am Main mit Werken von Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms folgte eine Podiumsdiskussion zur aktuellen Hygieneverordnung des Landes Hessen, an der Frau Dr. Angela Wirtz (HMSI), Dr. Georg-Christian Zinn (Leitung des Zentrums für Hygiene und Infektionsprävention, Bioscientia Ingelheim), Dr. Norbert Köneke (Medizinischer Direktor der Lahn-Dill-Kliniken), Karl-Heinz Stegemann (Vorsitzender der Vereinigung der Hygienefachkräfte Deutschland, VHD) und  Rainer Greunke (Geschäftsführender Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft) teilnahmen.  Dabei wurde deutlich, dass die aktuelle Verordnung mit der Forderung nach Ausbildung und Bestellung von Antiinfektiva-Experten, die sich in allen Krankenhäusern speziell um den Einsatz von Antibiotika und Antiseptika kümmern sollen, sehr fortschrittlich ist. Die Verordnung trägt damit der Problematik der zunehmenden Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien Rechnung, was ausdrücklich zu begrüßen ist.

Die iki GmbH wird sich nach Mitteilung des Geschäftsführers Dr. Pitten auch weiterhin intensiv an der Fortbildung von Ärzten /Ärztinnen für die Zusatzbezeichnung „Krankenhaushygiene“ beteiligen. Die größte Herausforderung für die Krankenhäuser dürfte in den nächsten Jahren aber nicht allein die Suche nach Hygiene-Fachpersonal, sondern generell nach Pflegekräften und Ärzten/Ärztinnen sein.  Sollte es nicht gelingen, den eklatanten Mangel an Ärzten und Pflegekräften, insb. in den ländlich gelegenen Krankenhäusern zu beheben, steht zu befürchten, dass die Qualität der Patientenversorgung darunter leiden wird.

Anstelle von Präsenten wurden Spendengelder für das Projekt „Startklar“, das die heimische Versorgung Frühgeborener nach ihrer Entlassung aus der Klinik unterstützt, gesammelt.